Work Life Balance: 6+ Tipps, Modelle & Maßnahmen für die Corona Zeit und danach

An einem Arbeitsplatz steht ein Monitor dessen Bildschirmschoner sagt: Do More.

Die Work-Life-Balance: Die bekannte Waage, die für eine gute Balance zwischen deinem Arbeitsleben und der privaten Zeit sorgt. Immer mehr wird uns eingeredet, wie wichtig eine ausgewogene Work-Life-Balance für unser Wohlbefinden ist. Unser Alltag sollte aus einem ausgewogenen Verhältnis aus Arbeit und Freizeit bestehen. Doch was ist überhaupt die überall bekannte Work-Life-Balance und hat diese vielleicht auch einen Haken? All das und mehr verraten wir dir in unserem Blogbeitrag zum Thema Work-Life-Balance. Viel Spaß beim Lesen!

Was ist laut Definition die Work-Life-Balance?

Die Work-Life-Balance beschreibt ein ausbalanciertes Leben zwischen dem Arbeitsleben und deinem privaten Leben, zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Anspannung und Entspannung. Dabei sollten sich Anforderungen im Beruf und persönliche Bedürfnisse die Waage halten und keines sollte schwerer gewichtet sein. Es geht also um ein ausgewogenes Verhältnis.

 

Was gilt als eine gute Work-Life-Balance & warum ist es so schwer sie zu halten?

Bei der Work-Life-Balance geht es laut Definition um den Ausgleich von Arbeit und Freizeit, von Anspannung und Entspannung und diese beiden Bereiche sollten sich die Waage halten. Doch warum ist das so schwer?  Nun, Anspannung und Entspannung sind zwei Zustände, die gegensätzlich sind und so klar getrennt werden müssen. Der Mensch besitzt individuelles Stressempfinden, so kann es sein, dass die Balance für einen Menschen mehr zur Arbeit tendiert, bei anderen Menschen dafür mehr zur Freizeit. Die Work-Life-Balance ist höchst individuell und daher schwer von Unternehmen für all ihre Arbeitnehmer einzuhalten. Doch was ist überhaupt dran am Konzept der Work-Life-Balance und hat es vielleicht doch einen Haken? Mehr dazu findest du weiter unten im Blog!

work life balance waage kreide zettel

 

Wie wirkt sich eine fehlende Work-Life-Balance aus?

Allgemein wirkt sich eine fehlende Balance immer dadurch aus, dass ein Zustand oder ein Bereich im Leben stärker priorisiert wird. Kurzfristige Balance Schwankungen gehören zum Leben dazu und sind absolut normal, insofern man relativ schnell wieder für seine Balance einsteht. Egal ob mentale oder körperliche Balance oder eben auch die Work-Life-Balance. Über einen längeren Zeitraum kann sich eine fehlende Work-Life-Balance jedoch wie folgt auswirken:

  • Hohe Belastung
  • Stress
  • Niedriges Energielevel
  • Krankheiten, körperlich
  • Krankheiten, psychisch

In den meisten Fällen heutzutage wird die Arbeit über einen längeren Zeitraum priorisiert.  Das ist erstmal nicht schlimm, solange einem Menschen seine Arbeit zum Beispiel Spaß macht, doch auch hier ist Vorsicht angesagt. Ist die Belastung an der Arbeitsstelle sehr hoch, entsteht oft Stress und Druck, wodurch im schlimmsten Falle körperliche Krankheiten, Burnout oder Nervenzusammenbrüche entstehen können.

 

Der Haken an der Work Life Balance & Mythos Aufklärung

Es ist doch so: Spricht man von einer Balance zwischen 2 Dingen, dann geht es darum, dass die eine Seite die andere ausgleicht. Man kann sich eine altmodische Waage vorstellen, bei der die Arbeit auf der einen und das Leben auf der anderen Waagschale liegt. Arbeitet man zu viel, gerät die Waage ins Ungleichgewicht und man muss für Ausgleich sorgen. Was Tolles unternehmen zum Beispiel. So einfach ist das. Oder etwa nicht? Nein, so einfach ist es leider nicht. Denn der Begriff Work-Life-Balance hat einen Haken. Er suggeriert, dass die Arbeit kein Bestandteil unseres Lebens ist. Arbeitszeit wird somit als “vergeudete” Zeit betrachtet, die man durch das, was man in der Freizeit erlebt, erst wieder ausgleichen muss. Aber habt ihr mal überlegt wie viel Lebenszeit wir “vergeuden”, wenn wir die Arbeitszeit nicht dazu zählen?

 

1500 vergeudete Stunden

Gehen wir mal von einem Arbeitstag mit 8 Stunden und einer Vollzeitbeschäftigung aus. Damit sind wir bei 40 Stunden pro Woche oder 160 Stunden im Monat. Im Jahr wären das 1920 Stunden. Natürlich muss man 6 Wochen Urlaub, 10 Feiertage und im Schnitt 10 Krankheitstage pro Jahr abziehen. Dennoch arbeiten wir rund 1500 Stunden pro Jahr. Was für eine Verschwendung! Wir müssen euch sicher nicht weiter vorrechnen, wie viel Zeit wir also in unserem gesamten Arbeitsleben “vergeuden”. Worum es geht ist klar, oder? Der große Haken des Konzeptes der Work-Life-Balance liegt aber nicht nur in der Begrifflichkeit, sondern vor allem in unserer eigenen Perspektive. Es geht nicht darum, irgendwas auszugleichen, sondern vielmehr darum, die eigene Perspektive zu ändern und die Arbeit nicht als etwas zu betrachten, das außerhalb des Lebens stattfinden und nicht zu unserem Leben dazu gehört. Das ist die falsche Denkweise. Und Studien zufolge verstärkt die mentale Trennung von Arbeit und Privatleben sogar das Burn-out-Risiko. Wir müssen also umdenken. Nur wie?

 

Arbeitszeit ist auch Lebenszeit

Nun, zum einen dürfen wir Arbeit und Leben nicht mehr als Gegensätze betrachten. Man kann auch während der Arbeitszeit bewusst leben, glücklich sein, Achtsamkeit praktizieren und positiv denken. Der Kaffee im Büro kann genauso entspannend sein, wie der Feierabend zu Hause. Und der Austausch mit den Kollegen, der erfolgreiche Abschluss eines Projekts oder der Lob des Vorgesetzten kann sich sehr positiv auf unser Wohlbefinden auswirken. Arbeit ist längst nicht mehr nur notwendiges Übel, um den Lebensunterhalt zu sichern. Deswegen müssen wir lernen, die Zeit, die wir mit Arbeit verbringen, als ebenso lebenswerte Zeit ansehen, wie unsere Freizeit.  Zudem müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass es ein sinnloses Vorhaben ist, Unzufriedenheit im Beruf durch befriedigende Freizeitaktivitäten auszugleichen. Wir fangen jetzt nicht wieder an zu rechnen, denn ihr wisst ja selbst, wie viele Stunden ihr vor und nach der Arbeit effektiv für Freizeit zur Verfügung habt. Fakt ist: Die meiste Zeit des Tages arbeiten wir. Wer sein Leben 100 Prozent lieben will, der muss auch seine Arbeit lieben.

 

Work-Life-Integration

Dadurch, dass Work-Life-Balance einfach zu viele Haken hat, hat sich in der heutigen Zeit sehr schnell eine neue Beschreibung herausgestellt: Die Work-Life-Integration. Wie der Begriff schon sagt, soll Arbeit und das sonstige Leben miteinander integrieren. So können Unternehmen zum Beispiel individuell auf Lebenssituationen von Arbeitnehmern eingehen, um die Arbeit so besser einzugliedern. Die Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit, Familie und Freunden ist heutzutage wichtiger als sonst. Da der Beruf jedoch zum Leben dazu gehört, sollte keine Balance in der Mitte geschaffen werden, sondern eine gute Integration in die restlichen Lebensbereiche.

 

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Schnelle Tipps & Tricks für Deine Work-Life-Balance & einen guten Ausgleich

Nachdem wir jetzt geklärt haben, was eine Work-Life-Balance ist und wo du dabei den Haken finden kannst, möchten wir dir noch ein paar Dinge mit auf den Weg geben. Denn bei vielen Menschen ist es nicht möglich, sofort den Job zu wechseln zu dem Beruf, den du liebst. Vielleicht weißt du auch noch nicht, welcher Beruf das überhaupt ist. Doch trotzdem möchten wir dir, wenn du zu den Menschen gehörst, die viel Stress und Druck haben oder sich mehr Ausgleich wünschen, ein paar schnelle Tipps und Tricks mit auf den Weg geben:

 

  1. Den Überblick behalten: Schreibe dir eine Liste, auf welcher du dir deine sogenannten Säulen des Lebens aufschreibst. Diese sind meistens der Beruf/Finanzen, deine Familie und Freunde, deine Gesundheit und Hobbies/Kultur. Schreibe dazu, wieviel du denkst, dass jede der Säulen in deinem Leben einnimmt. Sind sie gut ausgeglichen für dich persönlich? Zu wissen, was einem persönlich wichtig ist, ist schon der erste Schritt zu einer individuellen, gesunden Balance.
  2. Meditation für Körper und Geist in Balance: Meditation und Yoga sind die perfekten Hobbies für Menschen, die mehr Ausgleich suchen, denn Balance beginnt in dir. Körper und Geist sollten im besten Fall immer in Balance sein, erst dann kannst du dich an externe Zustände machen. Lerne dich besser kennen durch Achtsamkeit, lerne deine Befindlichkeiten und Prioritäten kennen, lerne wieder mehr auf dich zu hören. All das kannst du lernen mit Meditation. Außerdem kann Meditation Stress verringern. Schaue hierzu gern auf unserem Blogbeitrag “Meditation lernen” vorbei oder gleich in unserer Kategorie “Meditation” für Kurse, Workshops und Retreats.
  3. Liebe deinen Beruf. Love it, change it or leave it: Die Zauberformel für unser Wohlbefinden ist also klar: Liebe deinen Beruf! Aber was ist, wenn man tagein tagaus am Fließband steht oder schwer körperlich arbeiten muss? Oder wenn man von Verantwortung und Druck geradezu erschlagen wird. Wir geben zu, es ist nicht immer leicht, seinen Beruf in allen Facetten zu lieben. Identifikation ist an dieser Stelle sehr wichtig. Menschen, die sich mit ihrer Position und ihrer Arbeit identifizieren, entwickeln auf Dauer eine Verbundenheit mit ihrem Beruf. Sicher ist hier viel Arbeit seitens der Unternehmen und Führungskräfte nötig, aber wir können ja schonmal bei uns selbst anfangen. Wir müssen den Sinn hinter unseren Tätigkeiten erkennen und uns darüber bewusst sein, welchen Wert wir für das Unternehmen haben. Denn die eigene Wertschätzung spielt eine zentrale Rolle.   Gleichzeitig sollte man aber auch in regelmäßigen Abständen reflektieren und hinterfragen, ob der Beruf wirklich noch dauerhaft erfüllend ist. Kleine Talfahrten sind absolut normal, aber wer langfristig unglücklich ist, der sollte möglichst keine weiteren kostbaren Stunden vergeuden und sich nach Alternativen umschauen, die zur eigenen Persönlichkeit passen, die Arbeitszeit wieder lebenswert machen und so das Wohlbefinden steigern. Wer jetzt an dem Punkt ist, seine Einstellung zu Beruf und Leben überdenken zu wollen und eine kleine Auszeit dazu nutzen möchte, der kann einen Blick in unserer Rubrik Wohlbefinden werfen. Dort wartet eine tolle Auswahl an Retreats und Workshops.  
  4. Keine Überstunden machen: Ein ganz wichtiger Punkt für eine gute Work-Life-Balance, selbst wenn dein Job dir Spaß macht, ist, dass du Überstunden vermeiden solltest. Wie in jeder Balance Situation ist das hin und wieder nicht schlimm, jedoch solltest du darauf achten, dass Überstunden nicht zum Normalzustand werden.
  5. Ein (neues) Hobby suchen: Kommt deine Freizeit Säule zu kurz? Auch Hobbies und Kultur sollten für den menschlichen Körper und Geist nicht vernachlässigt werden. Gib deinem Anfängergeist immer wieder Futter und versuche dich doch einmal an einem ganz neuen Hobby! Das gibt Inspiration und Motivation und schenkt dir Energie für andere Bereiche des Lebens.
  6. Wie gehst du mit Arbeit um?: Auch wenn du es vielleicht so nicht hören möchtest: Dein Arbeitgeber ist zu einem Großteil nicht für dein Wohlbefinden verantwortlich. Du hast viel Stress an der Arbeit? Dann musst DU etwas dafür tun. Teilzeit arbeiten oder auch das heutzutage beliebte Sabbatical kann eine gute Auszeit vom Job sein, um wieder zu Kräften zu kommen. Allerdings ändert sich dadurch nicht viel an der eigentlichen Arbeitssituation. Nach dem Sabbatical kommst du wieder in deinen Beruf und alles ist wie vorher. Versuche an dir zu arbeiten, um deine persönliche Balance zu erreichen. Wie gehst du mit Stress um? Kannst du vielleicht lockerer mit manchen Situationen umgehen? Welche Aspekte im Arbeitsleben tun dir nicht gut und kannst du sie minimieren? Es liegt an dir.

 

Wir wünschen dir viel Erfolg beim Suchen und Finden deiner individuellen Work-Life-Balance. Wir hoffen, dass wir dir weiterhelfen konnten und freuen uns, wenn du noch bei unseren Kursen, Workshops und Retreats vorbei schaust. Schaue auch gern auf unserem Instagram Kanal vorbei oder melde dich zu unserem Newsletter an, wenn du keine Infos und News mehr rund um Körper, Geist und Seele verpassen möchtest. Hab einen schönen Tag!

Fotoquelle: Canva

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