Meine persönliche Story
Als Kind wollte ich Innenarchitektin werden (à la SIMS). Ich tobte mich mit Zeichnung, Tanz, Raumgestaltung und Kasperletheater aus. Später folgten die berufliche Ausbildung zur Grafik-Designerin und das Studium zur Theatertherapeutin.Als Teenagerin und junge Frau war ich mit meiner Lebensenergie überfordert und habe mich mit Partys abgelenkt. Ich wollte mich lebendig fühlen, aber meine Energie richtete sich vielfach destruktiv nach innen und meine Emotionen waren mir unklar.
Wohin mit all den Gefühlen?
Um mich aus den Abhängigkeiten zu befreien, kam ich 2012 zum Yoga.
So habe ich Atem, Spüren, Fühlen sowie Disziplin und Authentizität gelernt.
Ich habe mich in vielen unterschiedlichen therapeutischen Prozessen erlebt und aus all diesen persönlichen und verkörperten Erfahrungswerten einen riesigen Schatz gewonnen.
Schon als junges Mädchen begegnete mir der Schamanismus. 2015 nahm ich den Ruf ernst und lernte über die folgenden 4 Jahre mit einem kraftvollen Schamanen (Brant Secunda). Meine Seele gewann einen wichtigen Teil des Menschseins wieder zurück. Viele Krafttierreisen, Rasselmeditationen und Schwitzhütten später reiste ich 2017 zu meinem Lehrer nach Kalifornien und 2018 machte ich mich auf den Weg nach Ecuador.
In Ecuador wurde meine Initiation in den Schamanismus vertieft. Mit diesem Lehrer arbeitete ich in den folgenden fünf Jahren intensiv – sowohl online als auch in Europa. Bei Nicolás Cambas absolvierte ich zudem die Ausbildung Camino Creativo, für die ich ihm für immer dankbar bin. Die Verbindung von großer Tiefe und spielerischer Leichtigkeit hat mich in meiner Persönlichkeit und meiner Arbeit nachhaltig geprägt.
Mehr und mehr verstand ich auf allen Facetten und mit allen Zellen,
dass niemand besser oder schlechter ist, alles lebendig und in Schwingung ist.
Wie es weitergeht:
Aktuell arbeite ich neben der Tätigkeit als Yogalehrerin in verschiedenen Bereichen – eine Vielfalt, die ich sehr schätze. Im sozialen Bereich begleite ich Menschen mit Behinderung im sporttherapeutischen Dienst und leite tanztherapeutische Einheiten. Außerdem arbeite ich mit Jugendlichen in Theaterprojekten zur Gewalt- und Suchtprävention.
Bei diesen Projekten geht es vor allem darum, zu verstehen, dass man selbst Regie im eigenen Leben führt – und darum, was Selbstbewusstsein wirklich bedeutet. Denn selbstbewusste Menschen haben ein gutes Schutzschild, nicht abhängig zu werden: Sie wissen, was sie möchten und was nicht, was ihnen guttut und was nicht. Sie können mit Schmerz und unangenehmen Gefühlen umgehen – ohne sie wegzuschieben, zu unterdrücken oder zu betäuben.
Aus meinen vier Jahren suchtpräventiver Arbeit und meinen zehn Jahren als Yogalehrerin entsteht nun etwas Neues: eine Yogaausbildung für den Bereich Suchtprävention. Sie verbindet kognitives Wissen mit gelebter Erfahrung – und mit dem, was Yoga in diesem Kontext bedeutet: Einheit.
Sucht entsteht dort am häufigsten, wo soziale Entwurzelung herrscht – wo die Verbindung zur Gemeinschaft und zu sich selbst fehlt. Und genau hier setzt Yoga an. Yoga bedeutet Einheit – und ist damit ein kraftvoller Gegenpol zur Sucht.
